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Offene Türen für hohe Produktionsraten

DIE FACHZEITSCHRIFT FÜR NICKEL UND SEINE ANWENDUNGEN

Dezember 2007
Band 23 , Nummer 1

 

Die scheinbar aus Mahagoniholz bestehende Türe wurde tatsächlich aus Glasfaser in einer Nickelschalenform hergestellt.


 

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Mit Nickel Vapour Deposition (NVD) hergestellte Nickelschalen für Kunststoffformen sind haltbar genug um tausende Glasfasertüren zu produzieren
Von Carroll McCormick

Nickel Magazine, Dezember  2007 -- Naturholztüren sind wegen ihrer warmen Farben und ansprechenden Maserung als sehr wertvoll geschätzt. Glücklicherweise können diese Eigenschaften für preisbewusste Kunden durch eine als Nickelaufdampfungsverfahren (Nickel Vapour Deposition-NVD) bekannte Technologie in Formen für Glasfasertüren genauestens reproduziert werden.

Die im kanadischen Midland, Ontario, ansässige Firma Weber Manufacturing Technologies Inc. produziert schon seit 12 Jahren Kunststoffformen für Türen mittels ihres NVD-Verfahrens. Das Unternehmen wird ihre Technologie noch dieses Jahr auf dem Weltmarkt einführen.

In den USA allein werden jährlich ca. 15 Millionen Haustüren verkauft, wovon 4,5 Millionen aus Glasfaser hergestellt sind, erklärt Chris Edwards, der Firmenchef von Weber Manufacturing.

Die Nickelschalenformen duplizieren die Maserung, die individuellen Holzfasern und Poren. Aus diesem Grund bevorzugen immer mehr Hausbesitzer Türen, die fast so aussehen wie das naturgegebene Original.

Der Nickelaufdampfungsprozess ist sauber und in sich geschlossen, daher fallen keine Kosten mit der Entsorgung von Nebenprodukten an. Das einzige Nebenprodukt bei der Nickelaufdampfung ist Nickeloxid, das wiederverwertet wird.

Bei der Herstellung der Aussenhaut der Glasfibertüre beginnt Weber mit einer Vorlage aus Holz mit der erstrebenswertesten Maserung einer bestimmten Baumart (z. B. Eiche, Kirsche oder Mahagoni). Auf die Vorlage wird eine Silikonmasse gegossen, um einen negativen Abguss zu erhalten, der selbst die feinste Maserung erfasst. Im nächsten Schritt wird ein Stahlkern hergestellt, der ungefähr der Form der Vorlage gleicht. Der negative Silikonabguss wird an einen Stützrahmen befestigt und 1,5 mm über dem Kern justiert. Die Silikongießmasse wird dann in diese 1,5 mm tiefe Aussparung eingespritzt, es entsteht ein positiver Abguss. Nach der technischen und ästethischen Überprüfung und Freigabe wird das silikonbeschichtete Modell in eine Nickelbedampfungskammer überführt und beheizt.

Nickelpulver und Kohlenmonoxid werden zu Nickelcarbonyl gemischt, das im flüssigen Zustand gelagert wird. Bei Bedarf wird es in Dampf umgewandelt und in die Abscheidungskammer eingebracht. Sobald der Dampf in Kontakt mit dem Positivmodell kommt, bilden sich bei einer Geschwindigkeit von 0,25 mm pro Stunde Atom für Atom Nickelablagerungen auf dem silikonbeschichteten Modell, bis die Nickelaußenhaut die gewünschte Stärke erreicht hat. Das Kohlenmonoxid wird dann aus der Kammer entfernt und zur weiteren Nickelcarbonylerzeugung wiederverwendet.

In der Türfabrik werden die positiven Glasfaseraussenhäute auf die Nickelschale formgepresst, ausgehärtet und entfernt. Nun werden sie mit Polyurethan- oder Styropor™ Füllungen und anderenTeilen versehen, um fertige Türen zu erhalten, die dann gestrichen oder gebeizt werden. Die fertigen Türen sind verglichen zu echtem Holz thermisch stabiler und korrosionsbeständiger als Stahltüren für Wohnhäuser.

Die Nickelschalen in Kunststoffformen sind ausgesprochen haltbar, sagt Edwards. „Wir wissen von Presswerkzeug-Nickelschalen, die 250.000 Türteile geformt haben. Uns ist nicht bekannt, dass Formen durch Verschleiß ausfallen. Es scheint, dass Verschleiß kein Thema ist.“

Caroll Mc Cormick ist ein in Montreal ansässiger freiberuflicher Mitarbeiter.

Fotos: Weber Manufacturing Technologies Inc.

 


Chris G. Edwards, President
Weber Manufacturing Limited
PO Box 399
Midland, ON L4R 4L1
Tel.: 705-527-2959
Fax: 705-526-3818
E-mail: chris.edwards@webermfg.ca
Internet: www.webermfg.ca

 

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