DIE FACHZEITSCHRIFT FÜR NICKEL UND SEINE ANWENDUNGEN
März 2007
Band 22, Nummer 2
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Die Expertise von H.G. Molenaar & Co. im Druckkesselbau war der entscheidende Faktor für das neue
U-Bootrettungssystem der NATO.

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Das Rettungssystem besteht aus drei rohrförmigen Kammern aus Edelstahl Rostfrei mit 100 m3
Innenraum, der bis zu 72 Personen aus einem angeschlagenen U-Boot aufnehmen kann.

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Duplex Rostfrei Stahl S32205 mit 5,5% Nickelgehalt wurde spezifiziert, um Gewichtsreduktion der
Druckkammern ohne Festigkeitsverlust zu gewährleisten.

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Edelstahl Rostfrei in Molenaars lebensrettendem
U-Bootrettungssystem von Dean Jobb
Nickel Magazine, März 2007 -- Ein südafrikanischer Hersteller von
Lebensmittelverarbeitungs- und Konservenapparaturen dürfte ein unwahrscheinlicher Kandidat für den Bau von
Überdruckkammern zur Rettung von Seeleuten aus dem Meeresgrund sein. Die Expertise von H.G. Molenaar &
Co. im Druckkesselbau war aber der entscheidende Faktor für das neue U-Bootrettungssystem der NATO.
“Eigentlich ist es eine natürliche Entwicklung für uns,“ sagt Martin Molteno, der technische Manager des in
Paarl, im Herzen der Obstregion Südafrikas ansässigen Konstruktions-und Geräteunternehmens. Molenaar
konstruierte und baute schwere Druckkessel und einige der weltweit größten Umlaufkocher. “Und nun treibt es
uns weiter zu hochtechnischen Anwendungen,” sagt Molteno, “einschließlich kleiner Dekompressionskammern für
Taucher.“
Das Rettungssystem besteht aus drei rohrförmigen Kammern aus Edelstahl Rostfrei mit 100 m3
Innenraum, der bis zu 72 Personen aus einem angeschlagenen U-Boot aufnehmen kann. Das System wird auf dem
Deck eines Rettungsschiffes installiert. Ein geeignetes Klein-U-Boot bringt Seeleute in Gruppen von acht
Personen zur Behandlung und Dekompression an die Oberfläche.
Die schottische Firma Divex Ltd., konstruierte ein System , das innerhalb 48 Stunden nach einem U-Bootnotfall
einsatzbereit ist. Das Gerät kann weltweit per Hubschrauber auf ein geeignetes der Unfallstelle am nähesten
positioniertes Hochseeschiff transportiert werden. Duplex Rostfrei Stahl S32205 mit 5,5% Nickelgehalt wurde
spezifiziert, um Gewichtsreduktion der Druckkammern ohne Festigkeitsverlust zu gewährleisten. “Er ist zäh und
hochfest und kann deswegen in dünnerer Ausführung (wie im vorliegenden Fall 5 mm dünn) eingesetzt werden,“
beschreibt Molteno die Legierung.
Molenaars Erfahrung auf dem Gebiet des manuellen Wolfram Inert Gas Schweißens (WIG) war unerläßlich,
hauptsächlich um eine mögliche Verformung der S32205 Bleche zu vermeiden. Eine der Kammerlängen beträgt 5 m
mit einem Durchmesser von 2,1 m, die anderen sind 12 m lang mit einem Druchmesser von 1,8 m.
„Die Schweißnaht muss sorgfältig vorbereitet sein,” sagt Molteno und erklärt, dass die Form der Teile exakt
und der Abstand zwischen ihnen genau sein muss. “Wenn man nur die kleinste Abweichung eines Abstandes hat,
dann wird Punkt A mehr als Punkt B einziehen und das ganze Bauteil wird sich verdrehen.“
“Alle unsere Schweißstellen werden von einer Drittperson qualitativ überprüft,” fügt er hinzu. “Sie werden
geröntgt und kontrolliert, damit wir eine einwandfreie und komplette Akzeptanz garantieren können.“
Zur Anerkennung von Molenaars guter Arbeit verlieh die Southern Africa Stainless Steel Development
Association (SASSDA) der Firma den ersten Preis bei den 2006 Stainless Steel Awards. Die Firma gewann
ebenfalls in der Projektkategorie.
“Die strikten Spezifikationen stellten beträchtliche Anforderungen an den Herstellungsprozess, die Südafrikas
Fähigkeiten, den globalen Normen standzuhalten,
groß herausstellt,“ meint Dr. Oliver Damm, Geschäftsführer der SASSDA.
Die Auszeichnungen sind erfreulich, sagt Molteno, dessen jüngstes Projekt eine Ausschreibung für zwei
Komponenten eines in Südafrika gebauten Kugelhaufenreaktors ist. “Wir sind ein kleiner Hersteller in einem
kleinen (und fernen) Land, aber wir bauen Druckkammern für den weltweiten Markt; es ist aber sehr beruhigend
zu wissen, dass jemand unsere (extrem) harte Arbeit anerkennt.“
Dean Jobb ist ein in Halifax, Neuschottland, ansässiger freier Mitarbeiter.
FOTOS: H.G. Molenaar and iStock
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