Den richtigen Kurs einschlagen
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Der Generalsekretär von ENIA ist Wissenschaftler und Fürsprecher zugleich von Thom LoreeNickel Magazine, März 2007 -- 2006 war ein entscheidendes Jahr für die Nickelindustrie. Die neuen EU-Richtlinien zur Registrierung, Evaluierung und Authorisierung von Chemikalien (REACH) sind kurz vor ihrer Einführung. Ebenso wurden striktere Normen für die Wasserqualitiät festgesetzt. 2007 verspricht ein noch bedeutenderes Jahr für die Industrie zu werden. In den kommenden Monaten werden diese und andere Programme einen einschneidenden Einfluss auf die Nickelhersteller und andere Downstream Anwender haben. Aber für einen Mann bedeutet diese enorme Last auf seinen Schultern nicht zuviel.... Der Generalsekretär der in Brüssel ansässigen European Nickel Industry Association (ENIA), Hugo Waeterschoot, überwacht und betreut diese Programme weltweit in Vertretung der Nickelhersteller. Dieses Aufgabengebiet erfordert Pionierarbeit zwischen Repräsentanten der Industrie, Wissenschaftlern und Entscheidungsträgern. Mit seinem Werdegang und seiner Erfahrung ist kaum jemand besser qualifiziert diese Brücken zu schlagen als er. Der nördlich von Brüssel 1961 in Antwerpen geborene Waeterschoot, erhielt Master of Arts Diplome in Biologie (Universität Hasselt und Gent), ökologischer Sanierung (ebenfalls Gent), und Management auf mittlerer Führungsebene (Vlerick Leaven Ghent Management School). Seinen beruflichen Start hatte er als Umweltmanager im Hoboken Hüttenwerk in Antwerpen. Seine Industrieerfahrung schließt 17 Jahre Tätigkeit in verschiedenen Jobs im Umwelt- und Gesundheitswesen ein, darunter Produktsicherheitsmanager und Koordinator der Umwelt- und Gesundheitsbelange der Union Miniere Gruppe in Belgien, sowie Manager für wissenschaftliche und Umweltschutzrichtlinien bei der Umicore Gruppe. Bei Umicore engagierte er sich vollumfänglich in Sachen Beurteilung von Metallrisiken, wie z.B. bei Kobalt-, Blei-, Zink- und Kupfermetallen seitens der EU und überzeugte Umicore, der Nickel Producers Environmental Research Association (ökologischen Forschungsstelle der Nickelhersteller oder NiPERA), beizutreten. Vor seiner Berufung zu ENIA im Jahre 2005, war Hugo von Umicore für 3 Jahre abgeordneter Direktor für Umwelt, Gesundheits- und Sicherheitswesen (EHS) bei Eurometaux. Dort half er bei der Entwicklung der Organisation von EHS Richtlinien und war Verhandlungsführer für die Metallindustrie in Sachen REACH bei der Einrichtung der EU Strategien. Im Jahre 2003 wurde Hugo stellvertretender Vorsitzender dieser Organisation und vertrat die Interessen der Industrie auf OECD Ebene, der ”Organization for Economic Co-operation and Development“ (Organisation zur Entwicklung und ökonomischen Zusammenarbeit). “Meine Erfahrung bei Eurometaux brachte Kontakte zu den Europäischen Kommissionen, dem Europäischen Parlament und dem Rat der Europäischen Union, wie auch zu nationalen Metallorganisationen,“ sagt Waeterschoot, „und die Kontakte wurden Teil eines weitreichenden Netzwerks, worauf ich mich bei ENIA stützen kann.” Sein wissenschaftliches Verständnis verbunden mit seinem leidenschaftlichen Interesse für Strategiemanagement ermöglichten Waeterschoot Einfluss auf internationale Metallrichtlinien zu nehmen. “In der Tat ist ENIA am Ruder und das heißt, dass wir den Kurs bestimmen. Wir haben die Einführung von REACH mehr als andere vorausgesehen und deshalb bereits gute Risikiobewertung und gutes Risikomanagement betrieben. Andere Produktorganisationen wissen, dass die von uns verhandelten Richtlinien auch für sie Gültigkeit haben werden, daher unterstützen sie uns durch ihre Kooperation. Als Resultat haben wir enormen Einfluss bei Verhandlungen. Wir schätzen unsere laufende und enge von Eurometaux koordinierte Zusammenarbeit in Europa mit Interessenvertretern im Bereich Kupfer, Zink, und verschiedener anderer Metallgruppen. ” Zusammenarbeit ist eine der Hauptkomponenten in der Verfechtung von Geschäftsinteressen”, betont er. „ENIA arbeitet weiterhin an langfristigen Beziehungen zu unseren Gesprächspartnern, um ihre Probleme oder Bedenken im Voraus zu erkennen. Mit diesem Wissen können wir Lösungen finden und durchsetzen.” Die Internationalisierung der die Nickelindustrie betreffenden Richtlinien dehnt den Rahmen für derartige Beziehungen. “Vorschriften werden nicht nur ausschließlich in Europa erarbeitet, oder wenn doch, sofort international angewendet,“ sagt Waeterschoot. „Beispielsweise werden die Resultate der Nickel Risikobewertung, sobald sie im Juni verfügbar sind, sofort auf der Homepage der ”Organization for Economic Co-operation and Development“ veröffentlicht. Man muss berücksichtigen, dass Europa traditionellerweise im Hinblick auf das Management von Chemikalien spezialisiert war, während die USA sich vergleichsweise auf anderen Gebieten, wie z.B. Landwirtschaft, verdient gemacht hat, obwohl diese Spezialisierungen sich regional nicht ausschließen. Das wiederum bedeutet, dass wir heute auf einer globalen Ebene agieren müssen, weil es keine Grenzen mehr gibt.” Waeterschoot lebt mit seiner Frau und drei Söhnen in Brüssel, ist aber häufig unterwegs. Als Generalsekretär ist er ebenfalls für die „Nickel Use Support Group” von ENIA verantwortlich, die in Alvechurch, Birmingham, Großbritannien ansässig ist. Außerdem ist er ein Mitglied im Management Committee des Nickel Institute Toronto. Die Belegschaft in Brüssel und Alvechurch ist zunehmend in große, langjährige Projekte wie REACH involviert, die eine enge Zusammenarbeit, (einschließlich mit den Kollegen in den Toronto Büros des Nickel Institute und den Büros der NiPERA in Raleigh, Nord-Carolina) erfordern. “Ich bin im wesentlichen der Coach des europäischen Teams und die treibende Kraft mit richtungsweisendem Enthusiasmus. Ich liebe es, Organisation und Impetus für große Multigeschäftsstellenprojekte einzubringen und hoffe, das Nickelinstitute weiterhin unterstützen zu können.” Thom Loree ist ein in Toronto ansässiger freier Mitarbeiter. FOTO: Jamie Veeneman für das Nickel Institute
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