Sichere Speicherung bei minus 162 °C
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Für den Schutz vor der globalen Erwärmung werden Kühlspeichertanks benötigt
Von Carroll McCormick
Nickel Magazine, Dezember 2006 -- Bei der Verbrennung von Erdgas entstehen weniger Treibhausgase als bei anderen fossilen Brennstoffen. Deshalb überrascht es nicht, dass die Verwendung von Erdgas zunimmt. Die Entfernungen zwischen geologischen Lagerstätten und den Orten, an denen das Erdgas benötigt wird, sind allerdings groß.
Um dieses Problem zu überwinden, wird das Gas auf minus
162 °C gekühlt. Bei dieser Temperatur wird es flüssig und besitzt nur noch ein Sechshundertstel des
Gasvolumens. Dadurch wird der Transport des Flüssiggases auf Schiffen wirtschaftlicher.
Am Zielort wird dieses flüssige Erdgas (LNG) in riesigen Tanks gespeichert und später wieder in Gas umgewandelt, das über Rohrleitungen an Verbraucher verkauft wird.
Die Infrastruktur für den Transport und die Speicherung des flüssigen Erdgases ist riesig und wächst weltweit. Nach Angaben der kalifornischen Energiekommission gibt es schon 50 Wiederverdampfungsanlagen in 15 Ländern, darunter Japan, Taiwan, Südkorea, Frankreich, Italien, Griechenland, Puerto Rico und Spanien. In Nordamerika befinden sich nur vier Anlagen, aber 24 neue wurden genehmigt, 22 weitere wurden beantragt und mindestens 20 weitere potenzielle Standorte wurden bestimmt.
Eine der genehmigten Anlagen wird zur Zeit in Saint John, Neubraunschweig (Kanada), gebaut. Die Canaport LNG (einer aus Irving Oil Limited und Repsol YPF, S.A., gegründeten Firma) gehörende Anlage wird über drei 160.000 Kubikmeter große Tanks verfügen, die 52 m hoch sind und einen Außendurchmesser von 80 m aufweisen.
Für die sichere Speicherung von flüssigem Erdgas werden besondere Werkstoffe benötigt. Der 9 % Nickel enthaltende Legierungsstahl K81340 mit niedrigem Kohlenstoffanteil wird für die Innenwände der Speichertanks gewählt und in der Tat schon seit 1954 von der American Society of Mechanical Engineers (Amerikanischer Maschinenbauingenieurverband) für Tieftemperaturzwecke empfohlen. (1944 trat bei einem Tank in einer Flüssig-Erdgas-Anlage in Cleveland, Ohio (USA), technisches Versagen auf. Das Versagen wurde auf den Einsatz einer Stahlart zurückgeführt, deren Nickelgehalt zu niedrig war, um eine Versprödung bei Flüssig-Erdgas-Temperaturen zu verhindern.)
K81340 (ASTM A553, Typ 1) bietet laut Canaport eine Kombination guter Eigenschaften bei Tieftemperaturen: „Es verfügt bei niedrigen Temperaturen über eine hervorragende Widerstandsfähigkeit gegenüber Stößen und Rissbildung, hohe Festigkeit auch bei verringerter Wandstärke, und lässt sich gut schweißen. Stahl mit einem niedrigeren Nickelgehalt hat bei minus 162 °C keine guten mechanischen Eigenschaften und dadurch wäre das Risiko einer Versprödung bei dieser Temperatur vorhanden.“
Canaport wird für den Innenmantel jedes Tanks etwa 2100 t Stahlplatten sowie Kohlenstoffstahl, Isolierungsmaterial und Beton verwenden.
Jede Platte ist 3,734 m breit, 11,430 m hoch und zwischen 6 und 28,8 mm stark. Nach dem Schneiden und vor dem Aufstellen werden die Platten auf den entsprechenden Radius geformt und dann mit hochnickelhaltigen Legierungszusatzmetallen zusammengeschweißt, um mechanische Anforderungen und Bruchzähigkeitsstandards zu erfüllen. Für das horizontale Schweißen der Schalenplatten und das UP-Schweißen der Bodenplatten wird maschinelles, simultanes, doppelseitiges Unterpulverschweißen verwendet. Für den Rest wird Schutzgasschweißen benutzt. Nach dem Schweißen werden die Platten durch Schleifen und Bürsten gereinigt.
Die Anlage soll nach Plan 2008 in Betrieb genommen werden.
2004 exportierten nach Angaben der „BP Statistical Review of World Energy (2005)“ 12 Länder 178 Mrd. Kubikmeter Flüssig-Erdgas. Zu den Ländern mit großen Erdgasvorkommen gehören nach Angaben der kalifornischen Energiekommission Algerien, Australien, Brunei, Indonesien, Libyen, Malaysia, Nigeria, Oman, Qatar sowie Trinidad und Tobago.
Carroll McCormick ist ein in Montreal ansässiger freier Mitarbeiter.
FOTO: Center for Liquefied Natural Gas
Carolyn Van der Veen Canaport LNG Suite 1606 Brunswick Square Saint John, New Brunswick, Canada E2L 4V1 Tel.: 506-658-6250 ext 7112 Fax: 506-658-6257 |



