Bereit für die große Flutwelle
Die Fachzeitschrift für Nickel und seine Anwendungen
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Beim Schleusentor des Numazu-Hafens in Japan kommen beidseitig mit Edelstahl Rostfrei beschichtete Platten zum Einsatz
Nickel Magazine, Juli 2006 -- Die Schleusentore, die in Japans zahlreichen Überschwemmungskontroll- und Bewässerungswerken verwendet werden, sind wesentlich, um einen sicheren Wasserverbrauch selbst bei extremen Bedingungen zu gewährleisten. Es überrascht deshalb nicht, dass austenitischer Edelstahl Rostfrei zunehmend als Werkstoff beim Bau dieser Tore verwendet wird.
Japans größtes Segmentwehr befindet sich an der Wasserstraße beim Numazu-Hafen. Das Bauwerk wurde an der Wasserstraße gebaut, die den inneren und äußeren Hafen bei der nach Süden zum Pazifik gelegenen Hafenstadt Numazu in Zentraljapan verbindet. Das Schleusentor wurde zum Schutz gegen den Tsunami gebaut, der dem antizipierten Tokai-Erdbeben folgen könnte. Das Tor wiegt 923 t, ist 40 m breit und 9,3 m hoch und durchquert die Wasserstraße als Einfeldelement. Bei einem Tsunami wird das Tor geschlossen, um zu verhindern, dass Wasser einströmt, und um das Leben von etwa 9000 Personen sowie etwa 50 ha Land zu schützen, das den Hafen umgibt.
Das Schleusentor ist auf beiden Seiten mit S31600-Edelstahl Rostfrei verkleidet. Der Edelstahl bietet hohe Widerstandsfähigkeit gegen Korrosion und Abnutzung, und der Stahl im Kern hohe Festigkeit bei niedrigen Kosten. Vor dem Bau wurde auch ein mit einer korrosionsverhindernden Schicht überzogener Stahl in Erwägung gezogen, der aber regelmäßig neu beschichtet werden muss; während Edelstahl Rostfrei eine Neubeschichtung nicht erfordert. Deshalb wurde auf beiden Seiten des Numazu-Schleusentors eine Verkleidung aus wartungsfreiem Edelstahl Rostfrei verwendet. Edelstahl hat den großen Vorteil, dass nach Erdbeben keine neue Beschichtung angebracht werden muss.
Eine beidseitige Plattenverkleidung aus Edelstahl Rostfrei lässt sich auf verschiedene Weise herstellen.
Die Bauunternehmer für das Numazu-Schleusentor verwendeten das Warmwalzverfahren. Dabei wird auf eine Seite
einer gewöhnlichen Stahlplatte eine Platte aus Edelstahl Rostfrei gelegt. Diese Seite wird dann in einer
Vakuumkammer automatisch verschweißt und anschließend die andere Seite mit demselben Verfahren verkleidet.
Das Metallstück wird dann erwärmt und gewalzt, damit sich die verschiedenen Metalle durch Diffusion
metallurgisch verbinden können.
Das Torstück wiegt 406 t, wobei die beidseitige Blechverkleidung aus Edelstahl Rostfrei etwas weniger als die
Hälfte des Gesamtgewichts ausmacht. Dies war das erste Mal, dass in Japan bei einem Schleusentor, oder einem
beliebigen Bauwerk überhaupt eine derartige Menge von beidseitig verkleidetem Material verwendet wurde.
FOTOS: Nickel Institute Japan
Tetsuyoshi Kohga |





