Langlebige Lampen
Die Fachzeitschrift für Nickel und seine Anwendungen
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ENTEISUNGSCHEMIKALIEN, die in nördlichen Klimazonen auf Autobahnen eingesetzt werden, können
Metall-Lichtmasten korrodieren.
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EINE FIRMA in Minnesota (USA) stellt seit 45 Jahren Lichtmasten wie diesen aus Edelstahl Rostfrei
her.
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DIE NIETEN ZUM VERBINDEN des Masts mit dem Sockel werden aus Edelstahl Rostfrei S31600 hergestellt, um
die Festigkeitsanforderungen zu erfüllen.
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ETWA 70 % DER UMGEFALLENEN MASTEN können zur Wiederverwendung überarbeitet werden.
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Korrosionsbeständiger Edelstahl Rostfrei trotzt den Naturgewalten
Von Carroll McCormick
Nickel Magazine, März 2006 -- Laut Angaben eines der landesweit führenden Hersteller von Lichtmasten haben sich die Verkaufszahlen für Lichtmasten aus Edelstahl Rostfrei in den letzten fünf bis sieben Jahren im Schneegürtel der USA erhöht.
Die hauptsächlich aus S20103 mit einem Nickelanteil von 4,5 % gefertigten Lichtmasten haben eine Menge zu bieten. Sie sind zum Beispiel wartungsfrei, haben ein geringes Gewicht, eine ausgezeichnete Widerstandfähigkeit gegen Korrosion und Schwingungen sowie eine geschätzte Lebensdauer von 100 Jahren. Ausserdem kann das Material von Masten, die nach einem Verkehrsunfall unreparierbar geworden sind, für andere Zwecke weiterverwertet werden.
„Die Straßenverkehrsbehörden suchen ständig effizientere Enteisungschemikalien, um Eis und Schnee schnell zu schmelzen", meint Trevor Millerbernd, Vizepräsident und Chief Operating Officer der Firma Millerbernd Manufacturing in Winsted, Minnesota, USA. „So kamen in den letzten drei bis fünf Jahren auf den Straßen Mischungen zum Einsatz, die erheblich aggressiver als Meersalz sind".
Nach Aussagen von Dick Clark, dem Marketingmanager von Millerbernd, baut die Firma seit etwa 45 Jahren Masten aus Edelstahl Rostfrei, und bisher ist kein einziger Ausfall durch Korrosion aufgetreten.
Lichtmasten aus Edelstahl Rostfrei machen bei Millerbernd etwa 10 % der Gesamtproduktion von Standardmasten und kundenspezifischen Lichtmasten aus.
Die Firma verwendet S20103 in den Masten, deren Wandstärken in der Regel entweder 1,83 oder 2,77 mm betragen. Der im Transformatorsockel verwendete Edelstahl Rostfrei ist 2,77 mm stark. Wenn S20103 nicht verfügbar ist, wird S30403 mit einem Nickelanteil von 10 % verwendet.
„Wir verwenden S20103, weil es äußerst leistungsfähig und kosteneffizient ist", meint Millerbernd, „deshalb setzen wir es so oft wie möglich ein". „Ein Hauptgrund für die Verwendung von S20103 ist die Formbarkeit; zum Formen eines Masts aus Edelstahl Rostfrei wird eine Menge Energie benötigt", fügt Clark hinzu.
Andere Bauteile, wie etwa Lampenarme, werden aus 5,08 mm starkem S30403 gefertigt, auch wieder, weil es leichter erhältlich ist als S20103. Bei Hochmastlampen, die sich in einer Höhe von bis zu 48,8 m über der Straße befinden können, sind die Absenkkabel, Windentrommeln, Leuchtenringe und andere Mastkopfbauteile je nach Verfügbarkeit des Rohmaterials aus S20103 und S30403 hergestellt.
Die Nieten zum Verbinden der Masten mit den Sollbrechstellen am Sockel werden aus S31600 hergestellt, damit sie die entsprechenden Festigkeitsanforderungen der American Association of State Highway and Transportation Officials, des für Richtlinien zuständigen Verbands, für Autobahnen in den USA erfüllen.
Wenn ein Mastenmaterial, sei es Aluminium, Kohlenstoffstahl, Edelstahl Rostfrei oder Glasfaser, laut Clark auf den Genehmigungslisten einiger Straßenverkehrsbehörden steht, müssen diese Materialien alle als gleichwertig betrachtet werden, und das preisgünstigste Angebot erhält möglicherweise den Zuschlag.
„Der Preis von Edelstahlmasten ist mit Aluminium konkurrenzfähig", meint Millerbernd. „Wir sind Tag für Tag mit den anderen Materialien im Wettbewerb". Laut Clark denken einige Leute, dass es ausreicht, wenn sie einen Mast kaufen, der 25 Jahre hält. „Man sieht aber häufig Aluminiumsockel, die durch Straßensalz stark beschädigt sind, und Transformatorsockel aus Kohlenstoffstahl, die nach 15 - 20 Jahren korrodieren. Nicht selten hört man von Konstrukteuren auch die Aussage: ‘Wir haben nicht gewusst, dass jemand Masten aus Edelstahl Rostfrei herstellt.’
Lichtmasten aus Edelstahl Rostfrei haben weitere Vorteile. Wegen der höheren Streckfestigkeit von Edelstahl Rostfrei können sie mit einer geringeren Wanddicke hergestellt werden, und sie sind leichter als Aluminium- oder Stahlmasten. Außerdem können etwa 70 % der umgefallenen Masten von Millerbernd zur Wiederverwendung überarbeitet werden.
„Wir kennen keine anderen Masttypen, die wieder instand gesetzt werden können", meint Millerbernd. „Masten fallen bei schweren Unfaellen haeufig um, deshalb sind unsere Kunden bei den Straßenverkehrsbehörden sehr an der Instandsetzung interessiert. Bezüglich Wiederverwertung wird mit Edelstahl Rostfrei ein relativ guter Preis erzielt".
Millerbernd stellt außerdem Transformatorsockel aus Edelstahl Rostfrei um verrostete und nicht mehr reparierbare Transformatorsockel aus Kohlenstoffstahl zu ersetzen. Der Kunde läßt dann dann die Sockel an die vorhandenen Kohlenstoffmasten anbringen.
Masten aus Edelstahl Rostfrei werden oft für Brückenfahrbahnen und Mittelstreifen verwendet, bei denen starke Schwingungen auftreten. Bei diesen Masten werden nämlich nicht die bei weicheren Materialien erforderlichen Schwingungsdämpfer benötigt. Sie werden darüber hinaus außerhalb des Verkehrsbehördenbereichs häufig in Fällen eingesetzt, in denen Widerstandfähigkeit gegen Korrosion und attraktives Aussehen gewünscht sind.
Die Masten erhalten durch Kugelstrahlen mit Edelstahl Rostfrei eine matte Oberfläche (eine nicht reflektierende Oberfläche ist auf Straßen sicherer) und brauchen darüber hinaus nicht weiter behandelt zu werden. Einige werden allerdings den städtischen Farbschemata entsprechend angestrichen. Da Edelstahl Rostfrei, insbesondere in Küstenumgebungen, verschmutzen kann, empfiehlt Millerbernd einen Klarlack, wenn Kunden besonderen Wert auf eine dekorative Oberfläche legen.
Aber im Schneegürtel der USA, wo die Verkaufszahlen in die Höhe schießen, sind Wartungsfreiheit und lange Lebensdauer entscheidend.
Carroll McCormick ist ein in Montreal ansässiger freier Mitarbeiter.
FOTOS: Tom Skudra für das Nickel Institute (oben) und Millerbernd Manufacturing Co.
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Dick Clark |






