Sozialwissenschaftlicher Bericht online erhältlich
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Die Fachzeitschrift für Nickel und seine Anwendungen |
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Mit 23 % des gesamten EU-Bedarfs ist DEUTSCHLAND DER GRÖSSTE ABNEHMER von Nickel. |
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Nickel Magazine, November 2004 -- Das Nickel Institute ließ 2003 die sozialwissenschaftlichen Aspekte von Nickel in Europa untersuchen. Das internationale Beratungsunternehmen The Weinberg Group veröffentlichte in seinem Bericht das erste unabhängige Gutachten über die sozialwissenschaftliche Bedeutung der Nickel-Wertschöpfung für das Wirtschaftswachstum in der Europäischen Union (EU).
Dem Bericht zufolge liegt der sich aus Erst- und Endverbrauch zusammensetzende gesamtwirtschaftliche Wert des EU-Nickelhandels vielfach höher als allgemein in politischen Kreisen vermutet.
In Deutschland z. B. tragen Unternehmen aus dem Erstverbrauchsektor mit 65 % am meisten zum gesamtwirtschaftlichen Nickelwert bei. Die wichtigsten Bereiche sind Gasturbinen und verfahrenstechnische Anlagenausrüstungen für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie (wo deutsche Unternehmen einen Marktanteil von 35 % halten) sowie Dieselturbolader und hochpräzise CD- und DVD-Replikationsverfahren (wo der Marktanteil deutscher Unternehmen bei 30 % liegt).
- Deutschland ist ein bedeutender Markt für Nickel. Der Gesamtverbrauch lag 2002 bei 165.000 Tonnen (primäre und wiedergewonnene Nickeleinheiten) oder 23 % des gesamten EU-Bedarfs, der durch die Einfuhr von veredeltem Nickel und der Wiedergewinnung aus vorhandenem Nickel gedeckt wird.
- Auch wenn die Nickelindustrie an sich verhältnismäßig klein ist, so hat sie doch aufgrund ihrer Wertschöpfung einen bedeutenden Stellenwert in der deutschen Wirtschaft. Als Werkstoff zur Herstellung von Legierungen hat Nickel eine hohe Bedeutung in führenden deutschen Industrien wie der Edelstahlproduktion. Der Einsatz von Nickellegierungen spielt wiederum bei der Fertigung vieler deutscher Produkte und somit in vielen Endverbrauchsektoren eine Schlüsselrolle.
- Daher schätzt man in Deutschland die durch Nickel erzielte Wertschöpfung auf 11 Mrd. Euro.
- Darüber hinaus sind in der Nickelindustrie und den abhängigen Endverbrauchsektoren viele Menschen beschäftigt. Laut Schätzungen liegt die Gesamtzahl aller im Erstverbrauch, Zwischenhandel und Endverbrauch Beschäftigten bei annähernd 125.000. Weitere 60.000 indirekte Stellen wurden durch Multiplikatoren wie Einkommens- und Anbietereffekte oder Investitionseffekte geschaffen. Somit sind 185.000 Stellen in hohem Maße von Nickel abhängig.
- Durch beachtliche Investitionen unterstützt die Industrie und ihre Wertschöpfung ebenfalls die deutsche Wirtschaft. Der Forschungs- und Entwicklungsetat der Gesamtindustrie (Erst- und Endverbrauch) wird auf 500 Mio. Euro beziffert. Die jährlichen Investitionen aller Sektoren liegen bei 600 Mio. Euro und die Summe des eingesetzten Gesamtkapitals bei 10,5 Mrd. Euro.
- Die Nickelindustrie und ihre Wertschöpfung bringen erhebliche Steuereinnahmen. Die Gesamtsteuer (aus Beschäftigung und Verkauf) aller direkten und indirekten Industrien werden auf 3,8 Mrd. Euro geschätzt. Darin nicht enthalten sind die Körperschaftssteuern.
LANDKARTE: Constructive Communications
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