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Plattierungsverluste Vermeiden

Die Fachzeitschrift für Nickel und seine Anwendungen


Juli 2004
Band 19, Nummer 3


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SHANGHAI, das Zentrum des Edelstahlarchitekturwachtums in China.

C. P. (PAUL) DILLON

Nickel Magazine, Juli 2004 -- Die Freisetzung von Nickel (in Luft, in Wasser oder auf Deponien) ist ein Thema, dem jeder Manager im Bereich der Nickelplattierung Aufmerksamkeit schenken sollte. Um derartige Verluste zu vermeiden, hat nun das Nickel Institute zu diesem Thema einen praktischen Ratgeber mit allgemeinen Prozessvorschlägen herausgegeben.

Bryan Fisher, Berater aus Großbritannien mit 40-jähriger Erfahrung in diesem Bereich, ist Autor der Veröffentlichung "Avoid Nickel Plating Losses – Protect the Environment and Improve Profitability". Diese Veröffentlichung ist in der Reihe Technical Series No. 10 089 des Nickel Institutes erschienen und ist auf unserer Webseite kostenlos erhältlich.

Zu den Themen zählen: Art der Verluste, Verluste in flüssiger Form (Aus- und Verschleppen), Maßnahmen zur Verlustverhütung, atmosphärische Verluste (Nickelsalze in Sprühnebel) und Deponieverluste.

Um die PDF Datei gratis herunterzuladen, klicken Sie hier

Münzen-Meister

Lange Lebensdauer, ausgezeichnete Wiederverwendbarkeit und hohe Sicherheit gegen Betrug sind und bleiben die Hauptvorteile für die Verwendung von Nickel bei der Münzprägung. In der Europäischen Union entfachte das Thema Kontaktdermatitis allerdings einen politischen Streit, als Nickel zur Herstellung von Euro-Münzen vorgeschlagen wurde.

Die Nickelindustrie begrüßt die Maßnahme von Regierungen, Fälle von Kontaktdermatitis zu verringern und glaubt, dass eine häufige Verwendung von Nickel und Nickellegierungen sich diesem Ziel nicht widersetzt.

Dieser Standpunkt wurde am 23. März 2004 von Dr. Ivor Kirman, Vorsitzender des Nickel Institute, anlässlich der 23. Mint Masters Conference in San Francisco, USA, detailliert erläutert.

Dr. Kirman beschrieb, wie Personen nickelsensibilisiert werden können (durch direkten und längeren Hautkontakt) und erklärte, wie eine nachträgliche Nickel-Exposition eine Auslösung in präsensibilisierten Personen hervorrufen kann. Die Risiken einer Auslösung durch Schmuck wurden erläutert und die EU-Richtlinien zur Umkehrung von sowohl Sensibilisierung als auch Auslösung in der Bevölkerung untersucht. Allerdings umfassen diese Richtlinen keine Euro-Münzen, da diese nicht für einen längeren und ununterbrochen Kontakt mit der Haut bestimmt sind.

Weitere Informationen: klicken Sie hier

Nickel in China

"Wenn wir keine ernsthaften Rückschläge in der chinesischen Wirtschaft oder allgemein in der Weltwirtschaft, in der China nun eine wesentliche Rolle spielt, erleben werden, so ist zu erwarten, dass sich Nickel in China sehr ähnlich entwickeln wird, wie bereits in anderen modernen Wirtschaftsländern", sagt Dr. Ivor Kirman, Vorsitzender des Nickel Institutes.

Kirman machte diese Äußerung in seinem Vortrag "The Changing Pattern and Outlook for Nickel Use in China", den er im Mai anlässlich der China Nickel Outlook 2004 Konferenz in Shanghai hielt.

Von 1997 bis 2002 hat sich der gesamte Nickelgebrauch in China (primärer Gebrauch zuzüglich Nickel in Schrott und importierten Produkten) verdreifacht. Insgesamt stieg der Gebrauch von schätzungsweise 86.000 Tonnen 1997 auf 290.000 Tonnen 2002.

Es besteht allerdings das Risiko, dass sich preisgesteuerte Ersatzstoffe nachteilig auf den Ruf von Edelstahl Rostfrei als Qualitätswerkstoff auswirken. Daher ist die Qualitätsauswahl bei bestimmten Anwendungen besonderer wichtig. Laut Kirman sollten in einigen Bereichen aber keine Kompromisse erlaubt werden, wie etwa beim Gebrauch von S30400 anstatt von S31600 in externen Meeresumgebungen oder in Spezifikationen zur Stärke von Chrom-Nickel-Plattierungen.

"Sollten sich Ersatzstoffe als geringfügiger und leistungsschwächer erweisen, so wird der Austausch vermutlich schnell rückgängig gemacht", sagt Kirman.

Für die Lektüre des kompletten Berichts: klicken Sie hier

Anerkennung an Paul Dillon (1921-2004)

Unser Freund und Kollege C.P. (Paul) Dillon verstarb am 7. April 2004. Paul genoss hohe Achtung unter Korrosionsexperten und war seit Beginn des Nickel Institute ein geschätzter Berater.

Wir erinnern uns an Paul als jemanden, der gerne und großzügig seine technischen Kenntnisse und Erfahrungen mit anderen teilte. Er war meinungsstark und vertrat seine Meinungen mit großer Überzeugung, war aber stets an den Meinungen seiner Kollegen interessiert.

Das Nickel Development Institute (NiDI) wurde 1985 gegründet und wir hatten das Glück, dass Paul gleich von Beginn an als Berater zu uns kam. Bis zu seiner Erkrankung 1995, die ihm nicht mehr erlaubte zu reisen, hielt Paul in den USA, Kanada und Großbritannien Vorträge bei Materials Engineering Workshops des NiDI.

Paul unterstützte mit seinem technischen Wissen bis in seinen letzten Tage das Nickel Institute bei Anfragen. Der gute Ruf des Institutes als Quelle genauer und nützlicher technischer Informationen ist zu einem großen Teil der Verdienst von Pauls Fachwissen und Fähigkeiten.

Paul ist Autor vieler Bücher und technischer Artikel, die von NACE, MTI und NiDI herausgegeben wurden. In Anerkennung an sein bedeutendes Engagement bei der Gründung der Organisation wurde er 2001 zum MTI Fellow ernannt. Paul war darüber hinaus ein NACE Fellow, ein zertifizierter NACE Korrosionsexperte und unterrichtete über viele Jahre den NACE Korrosionsgrundlagenkurs (Basic Corrosion Course).

Pauls Chemie- und Korrosionskenntnisse in Kombination mit 34 Jahren Erfahrung in der Werkstofftechnik bei Union Carbide gaben ihm einen einzigartigen Einblick in das Verhalten von Werkstoffen in korrosiven Umgebungen. Die Korrosionsfachwelt wird ihn sehr vermissen.

FOTOS: Tim Pelling/Nickel Institute, NACE International

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