Stautore aus Edelstahl Rostfrei
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Die Fachzeitschrift für Nickel und seine Anwendungen |
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EDELSTAHL ROSTFREI ist noch kein Standard in der Abwasseraufbereitungsindustrie, hat aber in den USA
mindestens 40% des Markts erobert. |
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ZU DEN VIELEN VORTEILEN, die Tore aus Edelstahl Rostfrei gegenüber Toren aus Gusseisen und NI-Resist
besitzen, zählen geringe Kosten, leichtes Gewicht, einfache Installation, und geringere Leckraten. |
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DIE AUF DIESER Seite abgebildeten Tore haben eine Größe von 0,3 m x 0,3 m bis 4,6 m x 4,6 m und wiegen
zwischen 580 kg und 3.700 kg. |
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Insgesamt 520 Tonnen Edelstahl Rostfrei bei Abwasserprojekt in Alabama verbaut
Von Carroll McCormick
Nickel Magazine, Juli 2004 -- Moderne Abwasseraufbereitungsanlagen, die nach Regengüssen hohe Zuflussmengen bewältigen müssen, sind zur Lenkung der Abwasserströme zwischen den einzelnen Staubecken mit Schleusentoren ausgerüstet. Bei einem Multimilliarden-Dollar-Programm zur Instandsetzung veralteter Abwassersysteme in Jefferson County im US-Bundesstaat Alabama hat man sich für Tore aus S30400, S31600 und S31603 entschieden. Das neue Material ersetzt die traditionellen Werkstoffe Gusseisen und Ni-Resist (F47006).
Zwar werden Tore aus Edelstahl Rostfrei erst seit kurzem eingesetzt, doch zeigen erste Erfahrungen, dass sie nicht nur leichter und preiswerter sind, sondern auch einfacher montiert werden können und weniger leckanfällig sind. Überdies bieten sie bei Vorhandensein von Schwefelwasserstoff eine höhere Korrosionsbeständigkeit und müssen nicht so oft gewartet werden.
"Schon seit 70 oder 80 Jahren setzen wir in unserem Sammlersystem Tore aus Gusseisen ein", sagt Harry Chandler, stellvertretender Direktor des Umweltschutzamtes der Jefferson County Commission. "Vor mehr als 20 Jahren haben wir damit begonnen, nach und nach auf austenitisches Gusseisen (Ni-Resist) umzustellen. Wegen der Kosten haben wir jedoch überlegt, ob Stautore aus Edelstahl Rostfrei nicht eventuell günstiger wären. Doch erst vor fünf oder sechs Jahren haben wir uns dann ernsthaft nach Alternativen umgesehen."
Die größten Aufbereitungsanlagen in Jefferson County sind Village Creek und Valley Creek. Village Creek hat eine Nennkapazität von 550 Mio. l/Tag und eine für Spitzenzeiten ausgelegte maximale Kapazität von 1.820 Mio. l/Tag. Die Nennkapazität von Valley Creek liegt bei 840 Mio. l/Tag, die maximale Kapazität beträgt hier 1.590 Mio. l/Tag.
Beide Anlagen verfügen über mindestens 200 Tore aus Edelstahl Rostfrei mit einer Größe von 1 x 1 bis 4 x 4 m. Die Tore stammen von unterschiedlichen Herstellern, wie Whipps Inc. aus Athol, USA und H. Fontaine Limited aus Magog im kanadischen Quebec.
Whipps hat insgesamt 111 Tore aus 95mm starkem Edelstahl Rostfrei an Valley Creek geliefert. Die 0,3 x 0,3 m kleinen Tore haben ein Gewicht von 200 kg, die 4,6 x 4,6 m großen Tore wiegen dagegen 7.300 kg. Das Unternehmen lieferte ebenfalls 29 Tore aus S31603 mit einem Gewicht zwischen 580 kg und 3.700 kg.
"Ob Edelstahl Rostfrei in Frage kommt hängt ganz von den Korrosionsbedingungen ab und ob viel geschweißt werden muss", sagt Fred Perry von Whipps, Vertriebsleiter für den Südosten der USA.
Jefferson County hat bei seinen Anlagen vor 6 bis 7 Jahren standardmäßig Edelstahltore eingeführt, Whipps stellt sie jedoch bereits seit 1977 her. "Von 1977 bis 2003 haben wir lediglich 300 Eisentore, dafür aber mehr als 6.000 Edelstahltore produziert", sagt Perry. Edelstahl Rostfrei ist zwar noch kein Standard in der Abwasseraufbereitung, jedoch hat es laut Perry inzwischen einen Marktanteil von mindestens 40%, Tendenz steigend. Die American Water Works Association (AWWA) hat unlängst mit ihrer Richtlinie C-561 ein Regelwerk für Stautore aus Edelstahl Rostfrei veröffentlicht.
Unterdessen hat die Firma Fontaine 72 Tore mit aufgesetztem Flansch an die Aufbereitungsanlage Village Creek geliefert. Die rund 1,22 x 1,22 m bis 3,05 x 3,05 m großen Tore haben ein Gewicht von 820 kg bis 4.130 kg.
Die Edelstahltore wurden vor Auslieferung vollständig montiert und überprüft. Vor Ort wurden sie mit den Rohrstutzen verschraubt, die beim Bau der Betonbecken in die Wände eingegossen worden waren. Die im Vertrag mit Fontaine spezifizierten Rohrstutzen sind ebenfalls aus S31603 gefertigt und wiegen zwischen 420kg und 885 kg.
Das Blech, aus dem die Tore in einer Kombination aus Biegen und Schweißen gefertigt sind, hat eine Stärke von 63,5 mm bis 95,25 mm. Jedes Tor wurde zunächst im Werk und später noch einmal vor Ort passiviert.
Gusseiserne Tore können dagegen erst vor Ort montiert und müssen noch einmal genau eingepasst werden. Obwohl für Edelstahltore und gusseiserne Tore die gleichen Richtlinien gelten, weist Fontaine darauf hin, dass ihre Tore nur halb so hohe Leckraten aufweisen wie in der AWWA-Richtlinie C560 empfohlen. Je geringer die Leckrate an den Toren, desto weniger ungereinigtes Abwasser gelangt aus der Anlage in die Umgebung.
Chandler führt weitere Gründe für Edelstahl Rostfrei an: "Die Ni-Resist-Tore waren zwar relativ korrosionsbeständig, hatte aber dafür andere Nachteile. Gusseiserne Tore sind sehr schwer und gleiten in einem Messingrahmen auf und ab. Werden sie längere Zeit nicht bewegt, können sie festfressen. Wir wollten leichtgängige Tore mit geringem Gewicht", erklärt Chandler. "Edelstahltore korrodieren nicht, fressen nicht fest und haben eine Dichtung, die das Heben und Senken der Tore leicht macht."
Die beschriebenen Probleme mit gusseisernen Toren treten laut Chandler häufig auf. "Wir betreiben ein Kanalisationssystem mit einer Länge von ca. 4.800 km und knapp 100 Regelanlagen. In den letzten 18 Monaten haben wir alle überprüft und festgestellt, dass die meisten nicht funktionstüchtig sind. Während sich die Edelstahltore öffnen ließen, waren die gusseisernen Tore defekt.
"Diese Anlagen sind 20 bis 40 Jahre in Betrieb. Da wir sie nicht abschalten können, sind Wartungsarbeiten immer ein großes Problem. Bei gusseisernen Toren arbeiten die Keile gegen Messingbuchsen, die somit Verschleiß ausgesetzt sind. Dadurch fallen für Wartung und Austausch höhere Kosten an."
"Bei Edelstahltoren müssen die elektrischen Antriebe zum Heben und Senken der Tore nicht so oft gewartet werden. Auch nutzen sich die Dichtungen der Edelstahltore nicht so schnell ab und sind einfacher auszutauschen."
"Wir betreiben vier Aufbereitungsanlagen, die alle in den letzten sechs bis sieben Jahren erweitert und mit Edelstahltoren nachgerüstet wurden. Tore aus Edelstahl Rostfrei werden in unseren Aufbereitungsanlagen allmählich zum Standard."
Der für Spitzenzeiten vorgesehene Strang der Aufbereitungsanlage Village Creek wurde im Juni 2003 in Betrieb genommen. Der Bereich der Anlage, in dem beide Stränge zusammenlaufen, wird im September 2004 vollendet. Village Creek wird im Juni 2005 fertiggestellt und in Betrieb gehen.
Carroll McCormick ist ein Montreal ansässiger freier Mitarbeiter.
FOTOS: Whipps Inc. und H. Fontaine Limited
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George Whipps Francois Bedard Harry Chandler |





