Suche nach unbekannten Nickelvorkommen
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Der weltweite Bedarf an Nickel erreichte im Jahre 2007 die Rekordmenge von 1,4 Millionen Tonnen. Der Haupttreiber dafür war die wirtschaftliche Hochkonjunktur Chinas, die für 22% der Nickelnachfrage verantwortlich ist. Vor vier Jahren waren es noch 11%. Der Beitrag von Nickel ist für eine nachhaltige Entwicklung von entscheidender Bedeutung – sei es durch Wasseraufbereitungs- und Verteilersysteme, Hardware zur Luftverschmutzungsverminderung oder Infrastruktur für erneuerbare Energie. Daher verwundert es nicht, dass sich die Nachfrage für dieses umweltfreundliche Metall auf einem Höchststand befindet. In dieser Nickel Magazine Ausgabe berichten wir über die steigende Anzahl von Projekten der Organisation Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung (Clean Development Mechanism CDM), die Turbinen aus hochtemperaturbeständigen Nickellegierugen einsetzen. Diese Projekte entstehen nicht nur in China sondern auch in Indien, Brasilien und anderen Entwicklungsländern. CDM Projekte geben Impulse zur Erzeugung von Elektrizität durch Verbrennung von Biogasen aus Biomasse von landwirtschaftlichen Abfällen. Die Verbrennung von Biogasen verhindert, dass sich durch Abgasemission Treibhausgase in die Atmosphäre entladen. Diese Technologie ist geeignet, den Bedarf von kohlegefeuerten E-werken in den Entwicklungsländern zu reduzieren. Die CDM Projekte mögen kein Riesenabsatzmarkt für Nickel darstellen, aber er ist im Wachstum begriffen und ein Hinweis dafür, wie Nickel zur nachhaltigen Entwicklung beiträgt. Im Jahre 2007 wurde mehr Nickel wiederverwertet als in vergangenen Jahren, trotzdem hält das Angebot aber
mit der Nachfrage nicht Schritt. Daraus ergibt sich die Frage, ob genügend abbaugeeignete Vorkommen dieses
wertvollen natürlichen Bodenschatzes gefunden werden können, um den Bedarf zu decken. Oder einfacher gesagt,
ist Nickel ein nachhaltiger Rohstoff?
Der fast die Hälfte von Kanada bedeckende kanadische Schild hält offensichtlich eine Menge ungenütztes Potenzial für die Entdeckung von beträchtlichen Nickelvorkommen und die Explorationsunternehmen verfügen auch über das notwendige Bargeld, um diese zu entdecken und die kommerzielle Erschließung zu finanzieren. Leider nahmen die großen, zuletzt entdeckten, in Voisey’s Bay, Labrador, gelegenen Nickelvorkommen bis zur Produktion 10 Jahre in Anspruch. Die Bergbaufirmen bemühen sich aber, den Zeitbedarf zu verkürzen. Die Firma Canadian Royalties Inc. verhandelt gegenwärtig mit Vertretern der Ureinwohner, um die Produktion ihres Nunavik Nickelprojektes voranzutreiben. Die Mine liegt nur 20 km südlich der Nickel Raglan Mine Xstrata im nördlichen Quebec. Laut Canadian Royalties belaufen sich die Kosten bis zur Produktionseinführung auf geschätzte CAD 225 Millionen. Zusätzlich haben die kanadische Gesellschaft der Schürfer und Erschliesser (PDAC) und kanadische Ureinwohnergruppen eine Vereinbarung unterschrieben, die das Verständnis um die Kooperation und Notwendigkeit, diese Entdeckungen in produzierende Bergwerke umzuwandeln, zum Ziele hat. All dies unterstreicht die Bedeutung von Nickel als nachhaltige Ressource.
Fotos: International Nickel Ventures
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