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Saubermacher

DIE FACHZEITSCHRIFT FÜR NICKEL UND SEINE ANWENDUNGEN

Dezember  2007
Band 23 , Nummer 1

 

Nickelhaltige Verbindungen spielen eine wichtige Rolle in der Waschmittelindustrie.
Die zur Herstellung von Netzmitteln aus Petrochemikalien notwendige Hydrierungsreaktion erfordert einen Metallkatalysator, der oft auf Nickel basiert.


 

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Nickelkatalysatoren ermöglichen wirkungsvolle Waschmittel
Von Virginia Heffernan

Nickel Magazine, Dezember  2007 -- Wer wusste schon, dass Nickel das strahlende Weiss ihrer Wäsche wiederherstellen kann? Richtig. Eine der wichtigsten Anwendungen von Nickelkatalysatoren helfen bei der Produktion von Chemikalien, die Waschmittel wirken lassen.

Tenside, hauptverantwortlich bei der Schmutzentfernung, werden aus Petrochemikalien hergestellt. Aber bevor Petrochemikalien wirksame Reinigungsmittel werden, müssen sie chemisch in Fettalkoholsulfate umgewandelt werden. Hier kommt nun Nickel zum Spielen.

Die zur Herstellung von Netzmitteln aus Petrochemikalien notwendige Hydrierungsreaktion erfordert einen Metallkatalysator, der oft auf Nickel basiert, wie z.B. die Raney oder Urushibara Katalysatoren.

Der Higher Olefin Process von Shell (SHOP) bewirkt z.B. eine Reaktion, die, in Anwesenheit von organisch-metallischen Nickelkatalsatoren, Fettalkohole aus Äthylen produzieren.

Eine der wenigst bekannten aber wichtigsten SHOP Katalysatorenanwendungen von Shell produziert jährlich bis zu 1,2 Millionen Tonnen lineare höhere Olefine, einschließlich synthetische Gleitmittel und Reinigungsmittelzwischenprodukte. Das in den 70er Jahren entwickelte Verfahren hat der stetig wachsenden Reinigungsmittelindustrie für ihre Produkte, angefangen vom Waschmittel bis zum Haarshampoo, eine große Auswahl von Rohmaterialien ermöglicht.

Die Wissenschaftler bei Shell verbessern ihr ursprüngliches SHOP Konzept ständig, und haben damit eine gewisse Flexibilität, die Kettenlänge der Alphaolefine je nach wechselnder Marktlage zu verändern.

Laut einem kürzlich veröffentlichen Dokument der Weinberg Gruppe, eine in Brüssel angesiedelte wissenschaftliche und behördliche Beratungsfirma, leistet die Haushaltreinigungsindustrie einen wichtigen Beitrag zur europäischen Wirtschaft. Dieser Zweig setzt jährlich ca. 19 Milliarden Euro um, was einer Bruttowertschöpfung von 4 Milliarden Euro entspricht, und beschäftigt direkt nahezu 60.000 Menschen. Die Weinberg Gruppe schätzt, dass bei Berücksichtigung der Zulieferer und Kleinhändler die Wertschöpfung auf 13 Milliarden Euro und die Anzahl der Arbeitsplätze auf 265.000 steigt.

Der kommerzielle Reinigungssektor ist ebenfalls auf Waschmittel angewiesen. Mit einem Verkaufsvolumen von 45 Milliarden Euro und einer Bruttowertschöpfung von 32 Milliarden Euro beschäftigt dieser Sektor mehr als 3 Millionen Angestellte.

Die Autoren der Publikation sagen, dass Innovation, Effizienz und Nachhaltigkeit indirekte Beiträge darstellen. Die mittels nickelbasierender Katalysatoren hergestellten Tenside werden mehr und mehr zu Produkten, die besser auf spezielle Flecken und Schmutzentfernung reagieren und dadurch die Lebensdauer von Textilien verlängern. Durch die Entwicklung von Waschmitteln, die auch bei niederen Wassertemperaturen funktionieren, wird die Nachhaltigkeit ebenfalls entsprechend verbessert.

Die Autoren folgern daraus, dass nickelhaltige Verbindungen eine wichtige Rolle in der Waschmittelindustrie spielen. Zudem bietet diese Industrie sozioökonomische Vorteile, was wiederum Wohlstand, Innovation und Produktionsgewinne bedeutet.

Virginia Heffernan ist eine in Toronto ansässige freiberufliche wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Fotos: iStock

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